Reflektion

Reflektion

Vision + Ziele + Plan + Tun = Erfolg
Reflektion + Weiterentwicklung = Erfüllung + Zufriedenheit

Seit Jahren tauche ich regelmäßig in die Welt der Selbstreflexion ein. Dabei erhalte ich wertvolle Unterstützung von erfahrenen Menschen, die mich konstruktiv und ehrlich begleiten. Durch ihre Kompetenz schöpfe ich aus diesem Prozess und wachse kontinuierlich weiter.

Reflexion ist ein unverzichtbares Instrument, um kontinuierlich zu lernen und persönlich zu wachsen. Sie dient als fester Bestandteil meines Lebens, den ich nicht mehr missen möchte.

Heldenreise nach Luven

Bild: Marc Olivier Jodoin, unsplash.com

Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen, eine bemerkenswerte Frau namens Ricarda kennenzulernen. Sie war Teilnehmerin der Coaching und Supervision Ausbildung an der aEB. Ricarda fiel in ihrer Klasse besonders auf, da sie im Modul Storytelling und Präsentation mutig grosse Fortschritte machte.

Sie vertraute uns an, dass es für sie eine grosse Herausforderung war, vor einer Gruppe Menschen zu sprechen. Doch in diesem Modul wagte sie es, das Gelernte in die Tat umzusetzen. Vor ihrer beeindruckten Klasse zeigte sie, wie sich diese Herausforderung in pure Freude verwandeln kann. Mit fesselnden und berührenden Geschichten verwandelte sie das Publikum in ein begeistertes und bewegtes Publikum.

Ricarda erkannte früh, dass ihre wahre Berufung darin lag, als Coach und Supervisorin Menschen zu unterstützen und zu begleiten. Sie spürte eine tiefe Freude und Motivation, andere Menschen zu begleiten und zu unterstützen.

Nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung wagte Ricarda den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete ihr eigenes Unternehmen im malerischen Bündnerland. Von Anfang an war es ihr wichtig, ihre Marke zu etablieren und eine klare Positionierung einzunehmen. Mit ihren Werten und ihrer Philosophie im Gepäck setzte sie sich das Ziel, ihren Kunden und Kundinnen eine einzigartige Erfahrung zu ermöglichen. Mit harter Arbeit und unerschütterlichem Willen bewies sie erneut, dass keine Herausforderung zu gross ist, wenn man nur den Mut hat, Berge zu versetzen.

Heldenreise nach Luven

Bild: Marcel Strauss, unsplash.com

Ich hatte das Privileg, Ricarda bei ihrer persönlichen Entwicklung zu beobachten und sie zu bitten, mich in meiner eigenen Reflexion zu begleiten. Ihre Fähigkeit, dies mit bemerkenswerter Ruhe, Entschlossenheit, Sensibilität und Klarheit zu tun, hat mich beeindruckt. Dabei setzte sie die Logosynthese ein, ein umfassendes Modell, das in einem fundierten Menschenbild verwurzelt ist. Logosynthese ist ein raffiniertes Modell, um Belastungen, inneren Stress und hinderliche Denk- und Verhaltensmuster aufzulösen. Mit dieser Methode kannst du dein volles Potenzial entfalten und dich von Blockaden befreien.

Mit der Logosynthese hat mich Ricarda auf einfühlsame Weise unterstützt, meine Gefühle zu erkennen und ihnen Raum zu geben. Gemeinsam haben wir den Ursprung der Belastung identifiziert und neutralisiert. Das Ergebnis war beeindruckend: Ich fand Klarheit, Ruhe und Gelassenheit, sowie die richtigen Schritte für die Zukunft.

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Ancilla Schmidhauser

Wenn Grenzen überschritten werden

Wenn Grenzen überschritten werden

Grenzen finden wir überall. In der Landwirtschaft zum Beispiel sprechen wir von Mark- oder Grenzsteinen auf unseren Wiesen, die die Grenze sichtbar machen. Was geschieht, wenn der Bauer der Nachbarswiese diese Grenze nicht beachtet? Wenn er den Zaun einige Meter in unsere eigene Wiese hinein aussteckt? Reagieren wir dann? Verteidigen wir unsere Grenze und wie teilen wir das mit?

Damit wir eine Grenze überhaupt verteidigen können, müssen wir zuallererst wissen, wo sich die Marksteine befinden. Ansonsten ist uns gar nicht bewusst, dass unsere Grenzen überschritten werden. Vielleicht fällt uns der Übertritt erst dann auf, wenn das Gras für unsere Kühe knapp wird, oder wenn unser Gras zertreten ist.

Wie steht es um deine persönlichen Grenzsteine, weisst du wo die sich befinden? Was ist dir wichtig, was passt zu dir, was möchtest du nicht, wofür bist du nicht zu haben, wobei fühlst du dich nicht mehr wohl?

Ist dein Fokus immer wieder nach innen gerichtet, stellst du dir diese Fragen überhaupt oder ist dein Fokus mehrheitlich nach aussen gerichtet? Dann ist dir vielleicht wichtiger, dass es deinem Gegenüber wohl ist. Und du dir über sein Empfinden mehr Gedanken und Sorgen machst und dich dabei einfach übergehst. Du versuchst vielleicht herauszufiltern, wie du dich verhalten musst, damit von der anderen Seite ja kein Angriff oder Infragestellen kommt. Du passt dich an. Du verhältst dich ruhig, nicht aufmüpfig und bist immer zur Stelle.

Bild: nadine-shaabana, unsplash.com

Bin ich es mir wert, STOP zu sagen?

Hilfsbereitschaft ist wohl eine wunderbare Tugend. Wird sie jedoch aus der Absicht, Anerkennung zu erhalten, oder aus der Angst, angegriffen und ausgegrenzt zu werden geboren, dann kann es problematisch werden. Überangepasste Menschen spüren sich selbst schlecht, kennen ihre Bedürfnisse nicht wirklich und spüren ihre Grenzen kaum. Diese Menschen dürfen üben die eigenen Grenzen spüren und kennenzulernen. Um diese dann auch zu verteidigen, ist es unabdingbar über den eigenen Wert zu sprechen.  Bin ich es mir wert STOP zu sagen und dafür einzustehen! Kann ich mein NEIN vertreten und einfach einmal keine Zeit haben?

Natürlich gefällt es unserem Gegenüber besser, wenn wir zu allem JA sagen, immer zur Verfügung stehen, ohne Wenn und Aber. Aber stimmt das auch für uns, tun wir uns einen Gefallen mit einem ständigen JA? Wenn wir uns aufopfern und ja sagen, obwohl wir eigentlich ein NEIN fühlen, sind wir nicht mehr authentisch. Wir laufen Gefahr, dass wir insgeheim eine Erwartung hegen und enttäuscht sind, wenn unser Gegenüber – im Gegensatz zu uns – NEIN sagt uns sich abgrenzen kann. Übergehen wir uns, um zu gefallen oder der Anerkennung willen, bezahlen wir einen hohen Preis, denn es ist ein Weg, der in die Enge führt. Um in unsere Kraft zu kommen ist es wichtig die Beziehung zu unserem Selbst zu pflegen, unsere Bedürfnisse zu erkennen und unsere Grenzen zu spüren. Dann können wir auch für sie einstehen, indem wir sie unserem Gegenüber kommunizieren. Menschen, die eine gute Beziehung zu sich selbst haben, die ihren Wert und ihre Würde kennen, stehen für ihre eigenen Grenzen ein, setzen Marksteine und übergehen sich selbst nicht, sondern verteidigen ihre grundeigenen Grenzen.

Der Neurologe Gerald Hüther schreibt in seinem Buch Würde: «Wer sich seiner eigenen Würde bewusst ist, ist nicht mehr verführbar». Bei den meisten Menschen erfahren wir Respekt, wenn wir uns selbst wirklich wertschätzen und achten, unsere Grenzen erkennen und verteidigen.

Dennoch gibt es Menschen, die die Grenzen von anderen nicht respektieren, auch dann nicht, wenn diese immer wieder klar angegeben werden. Wenn das passiert, steht die Frage im Raum, wieviel Kontakt ich mit dieser Person noch aufrechterhalten möchte oder muss? Und darf ich Menschen, die meine Grenzen nicht respektieren nicht auch einfach meiden bzw. umgehen?

Ricarda Caderas dipl. Coach Supervisorin bso
www.potenzials.ch

www.landfrauen.ch

Was hindert dich auf deinem Weg?

Was hindert dich auf deinem Weg?

Auf unserem Lebenstag begegnen wir unzähligen Hindernissen verschiedenster Art. Nicht selten sind die Hindernisse in uns selbst angelegt. Alle Menschen kennen hinderliche Denk- und Verhaltensmuster. Unsere Denkmuster – oder auch Überzeugungen genannt – können förderlich aber leider auch hinderlich für uns sein. Von gewissen Überzeugungen werden wir wortwörtlich ausgebremst. Wir möchten etwas ändern, aber es geht nicht. Wir erkennen, dass wir immer ähnlich auf Ereignisse reagieren, obwohl eine andere Reaktion hilfreicher wäre. Sagen wir so, wir sind blockiert und es harzt.

Nach dem Transaktionsanalytiker Willem Lammers, sind Überzeugungen die Wurzeln des Denkens, der Emotionen und des Verhaltens. Überzeugungen helfen die Welt zu verstehen und einen Sinn zu finden. Überzeugungen sind wie eine mentale Landkarte, die uns hilft, uns in einer Umgebung zurecht zu finden die uns sonst überwältigen würde. Im permanenten Fluss von Informationen muss Ordnung hergestellt werden. Unsere Psyche beobachtet Ereignisse und Prozesse, sucht nach Erklärungen und reagiert. So entsteht ein Muster. Überzeugungen entstehen durch Erziehung, Tradition, beeinflusst durch die Gesellschaft und von den jeweils gültigen Werten geprägt. Neben den übernommenen Überzeugungen entstehen Überzeugungen aber auch auf Grund von Erfahrungen, die unsere persönlichen Grenzen überschreiten und unsere Handlungsmöglichkeiten überfordert haben. Um diese Situation, die überfordernd, verletzend oder unangenehm ist auszuhalten, bilden wir als Lösung bzw. als Schutz eine Überzeugung. Sehr viele Überzeugungen die durch Erfahrungen entstanden sind stammen aus unserer Kindheit, da wir als Kind viele Situationen nicht einschätzen und erklären konnten und damit überfordert waren. Überzeugungen, so Lammers, machen die eigene Welt klein oder gross, sie bestimmen über die Einschätzung der Vergangenheit, Gegenwart und der Zukunft. Sie bestimmen auch den eigenen Wert und den Wert der anderen. Überzeugungen geben dem Leben einen Rahmen. Vor langer Zeit haben wir Überzeugungen aus einem notwendigen Grund angenommen. Jetzt hat sich unser Leben verändert und Überzeugungen die uns einmal dienten stehen uns jetzt vielleicht im Weg, schränken uns ein, bremsen uns aus.

Häufig einschränkende Überzeugungen sind:

  • Ich bin nicht gut genug
  • Ich bin nicht schnell genug
  • Wenn ich leiste, bin ich etwas wert
  • Ich muss mich anstrengen
  • Ich muss die Kontrolle haben
  • Ich muss es verstehen
  • Ich muss flexibel sein
  • Ich gehöre nicht dazu
  • Ich muss es allein schaffen
  • Ich bin einsam
  • Es muss perfekt sein
  • Ich bin unsicher

Überzeugungen werden meist unbewusst übernommen oder unbewusst gebildet. Wir bemerken dann, dass wir gewissen unangenehmen Situationen immer wieder begegnen, dass wir nicht weiterkommen, feststecken und uns selbst im Weg stehen. Oft merken wir auch, dass es uns aus der Bahn wirft. Wir sind dann von einer Situation oder einer Person «getriggert». Meist stehen dahinter diese Anteile in uns, die wir zum Selbstschutz bis anhin abgelehnt haben. Unsere Reaktion auf diese «Trigger» lassen uns unsere Muster und Überzeugungen erkennen.

Um hinderliche Denk-und Verhaltensmuster aufzulösen ist es im ersten Schritt wichtig sie zu erkennen. Wir dürfen bewusst wahrnehmen, was genau vorgefallen ist.

Im zweiten Schritt lohnt es sich zu analysieren, was negative Emotionen auslöst, worauf ich reagiert habe und was der innere Auslöser sein könnte.

Im dritten Schritt geht es darum die Hintergründe zu erforschen. Warum habe ich so reagiert? Was ist so unangenehm, dass ich es mit automatisierten Reaktionen überdecken muss? Zum Beispiel kann hinter einer wütenden Reaktion, Hilflosigkeit stecken. Denn ich möchte mich möglichst nie mehr so hilflos fühlen wie damals als Kind.

Je bewusster wir an diese Situationen, die uns «triggern» herangehen, desto grösser ist die Chance diese Muster zu durchbrechen und aufzulösen. Es gibt Denk- und Verhaltensmuster, die sehr verfahren sind und der damit verbundenen Leidensdruck sehr gross. Da ist es empfehlenswert Begleitung in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel im Rahmen eines Coachings. Logosynthese nach Willem Lammers ist eine sehr geeignete Methode, um solche Denk- und Verhaltensmuster aufzulösen. Wenn wir uns hindernde Muster auflösen, befinden wir uns auf gutem Weg in die eigene Kraft zu kommen und aus dem Vollen schöpfen zu dürfen.

Ricarda Caderas dipl. Coach Supervisorin bso
www.potenzials.ch

Bündner Bauer
Februar 2023